Social Media und was jeder darüber wissen sollte!

Ein Gastbeitrag von Andrea Della Zoppa, Masterstudentin Online Business und Marketing, HSLU und Social Media/Online Marketing Mitarbeiterin.

Dieser Blogbeitrag soll Ihnen einen Einblick in die Social Media Welt verschaffen. Er liefert Antworten dazu, ob auch Ihr Unternehmen ein Social Media Profil erstellen sollte und wenn ja, was dabei zu beachten ist.

Icons der unterschiedlichen Social Media Plattformen

Social Media

Social Media ist aus dem Marketing Mix der meisten Unternehmen heute überhaupt nicht mehr wegzudenken. Gab es bis noch vor wenigen Jahren nur Twitter und Facebook, so sind in den letzten Jahren viele erfolgreiche Plattformen dazugekommen. Zu den grossen Gewinnern zählt da sicherlich Instagram, welches bereits seit 2010 auf dem Markt ist. Aber auch Snapchat oder in neuster Zeit die Videocontent Plattform TikTok platzieren sich erfolgreich in der Social Media Welt.

Nicht nur zur Unterhaltung gibt es Soziale Medien, sondern auch im Bereich von Beruf und Karriere posten sowohl Unternehmen, als auch Privatpersonen ihre Neuigkeiten. So ist weltweit vor allem LinkedIn eine sehr erfolgreiche Plattform um sich mit Geschäftskontakten und allenfalls auch neuen Arbeitgebern oder Arbeitnehmern zu vernetzen.  

Für wen eigenen sich Soziale Medien?

Grundsätzlich sind sämtliche Soziale Medien so einfach aufgebaut, dass es wirklich jeder (mit ein bisschen Übung) versteht und nutzen kann. Auch ein Geschäftsprofil ist bei den Plattformen in null Komma nichts erstellt und es braucht keine teuren Programme, welche vorab installiert werden müssen. Social Media eignet sich demnach praktisch für alle Unternehmen, aller Grössen und Branchen. Da die Betreuung von erfolgreichen Profilen jedoch zeitintensiv sein kann, lohnt es sich, dafür genügend Kapazitäten zu haben. Zudem sollte einem bewusst sein, dass Soziale Medien den Dialog zwischen Unternehmen und Kundschaft fördern und nicht nur eine klassische one-way Kommunikation, vom Unternehmen zum Kunden, bedeuten. Demnach werden auch Kommentare und Anfragen der Kundschaft via Social Media ans Unternehmen gerichtet. Diese sollten unbedingt regelmässig beantwortet werden. Will man über Social Media beispielsweise keine Reklamationen bearbeiten, sollte man mit einer kurzen Antwort zumindest auf die richtigen Ansprechpartner verweisen.

Sämtliche Social-Media-Kanäle können über eine App auf dem Smartphone betreut werden. Eine Desktop Version, welche vollumfänglich alle Features beinhaltet ist jedoch nicht für alle Social-Media-Kanäle vorhanden. Facebook, Twitter und auch LinkedIn oder Xing können über den Desktop bedient werden. Instagram Beiträge und TikTok Videos hingegen können nicht über eine Desktop Anwendung gepostet werden.

Welcher Social-Media-Kanal passt zu meinem Unternehmen?

Alle Social-Media-Kanäle zu bespielen, ist bei der Menge an unterschiedlichen Kanälen, welche genutzt werden, unmöglich. Deshalb ist es umso wichtiger, die verschiedenen Social Media Kanäle zu kennen und daraus die (beginnen Sie mit maximal drei) passenden Sozialen Netzwerke für Ihr Unternehmen zu finden. Dies ist abhängig davon, wen Sie damit erreichen wollen und was für Sie wichtig ist. Möchten Sie beispielsweise sehr viele Informationen preisgeben und eher ein älteres Publikum ansprechen, ist Facebook geeignet. Haben Sie eine mittelalte Zielgruppe und viel hochwertiges Bildmaterial und einige Kurzvideos, welche Sie mit Ihren Followern teilen möchten, dann ist Instagram wahrscheinlich die richtige Plattform. Und wenn Sie Interesse an einem sehr jungen Zielpublikum haben und gerne Videos veröffentlichen möchten, ist TikTok ideal.

Die folgende Abbildung zeigt, auf welchen Sozialen Netzwerken die Nutzer Unternehmen und Institutionen folgen. Nach wie vor ist Facebook sehr beliebt und auch Instagram steht hoch im Kurs. Weniger überraschend ist, dass auch bei LinkedIn viele Nutzer Unternehmen folgen.   Statistik über die Nutzung von Social Media in Schweizer Unternehmen
Quelle: Social Media Studie 2020, XEIT GMBH   https://xeit.ch/wissen/studien/social-media-studie-2020/

Etwas Gemeinsames – Regelmässigkeit und Content Planung

Soziale Netzwerke leben hauptsächlich von zwei Dingen. Von der Regelmässigkeit und von spannenden bzw. unterhaltsamen Inhalten.

Wie oft Sie Beiträge veröffentlichen ist weniger wichtig, viel wichtiger ist, dass Sie immer wieder neue Inhalte haben und mit einer gewissen Regelmässigkeit Ihre Follower bei Laune halten. Das kann täglich, alle 2-3 Tage oder auch wöchentlich sein.

Zudem sollten die Beiträge im Voraus geplant werden. Dies führt zu mehr Übersichtlichkeit und wird Ihnen eine Menge Zeit sparen. Für das Erstellen eines Content Plans reicht eine einfache Excel oder Word Datei. Die folgenden Punkte sollten bei der Planung definiert werden:
– Datum des Posts
– Bild oder Video
– Text
– Thema

Sobald die grobe Planung abgeschlossen ist, wird der Content (engl. für Inhalt) aufbereitet. Dabei werden mehrere Produkte am gleichen Tag fotografiert bzw. Bilder oder Videos des Produkts oder der Dienstleistung aufbereitet. Auch die passenden (Kurz)Texte dazu werden verfasst. Falls nötig wird der Content Plan mit den fertigen Texten ergänzt bzw. angepasst.

Anschliessend an eine sorgfältige Content Planung können Sie die vorbereiteten Posts ganz einfach mit einem Social Media Manager Tool wie Hootsuite oder Buffer einplanen. Die Posts werden am geplanten Datum zu einer bestimmten Zeit automatisch auf Ihren Social-Media-Kanälen ausgespielt.  

Corporate Identity oder das einheitliche Erscheinungsbild

Social-Media-Kanäle sind als Teil des Ganzen zu verstehen und sollten nicht von der sonstigen Gestaltung und Sprache des Unternehmens losgelöst sein. Deshalb ist es wichtig, dass vor der Erstellung des Profils definiert wird, welche Bild und evtl. Farbwelt geteilt werden soll. Ein weiterer Vorteil der eben genannten Content Planung. Zudem sollte auch die Sprache, formell (Sie) oder informell (du), definiert werden. Oft wählen Unternehmen die gleiche Ansprache wie in den Texten auf der Website. Man kann bei Social Media aber auch entgegen des sonstigen Stils eine Du-Kultur aufbauen.  

Bezahlte Werbung bei Social Media

Nicht nur offline, sprich auf Plakaten, im Radio oder Fernsehen oder in Zeitungen und Zeitschriften gibt es bezahlte Werbung. Auch online ist die bezahlte Werbung längst angekommen. Google Ads, also die beschrifteten Anzeigen zuoberst bei der Suchanfrage sind dabei wohl die bekannteste Form. Ähnlich funktionieren auch Social (Media) Ads. Bezahlte Werbung kann auf verschiedenen Social Media Plattformen ausgespielt werden. Facebook hat dafür beispielsweise den Werbeanzeigenmanager, wo definiert werden kann, wie viel Geld für die gesamte Kampagne, also über die gesamte Laufzeit investiert werden soll und wie viele Tage bzw. Wochen die Werbung ausgespielt werden soll. Je nachdem entscheidet man sich dafür einen bestehenden Beitrag (welcher bereits im Feed angezeigt wird) zu bewerben oder man erstellt einen separaten Beitrag, welcher nur als Werbeanzeige ersichtlich ist und auf dem eigenen Social Media Profil nicht angezeigt wird.    

Influencer Marketing und was dabei zu beachten ist

Schnell zu mehr Aufmerksamkeit und einer grossen Reichweite gelangen Sie, indem Sie mit bekannten Influencern zusammenarbeiten. Influencer Marketing hat in den letzten Jahren an viel Beliebtheit gewonnen, weshalb Ihr Unternehmen definitiv nicht das Einzige sein wird, welches mit Influencern zusammenarbeitet. Umso wichtiger ist es, dass die Influencer, welche Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung anpreisen sollen, auch zu Ihrem Unternehmen passen. Denn wichtiger als extrem viele Follower sind beim Influencer Marketing loyale Follower, die auch mit dem Influencer interagieren und sich mit dessen Persönlichkeit identifizieren können. Nur so kann eine potentiell neue Kundschaft erreicht werden.  

Andrea Della Zoppa

Masterstudentin Online Business und Marketing, HSLU und Social Media/Marketing Mitarbeiterin

Mein Name ist Andrea Della Zoppa, ich bin 23 Jahre alt und damit ein richtiger Digital Native. Ich interessiere mich für die aktuellsten Social Media Trends und setzte mich sowohl privat als auch beruflich gerne mit Instagram, Influencer und Interaktion auseinander. Ideal also, dass ich den Studiengang in Online Business und Marketing an der Hochschule Luzern besuche und nebenbei auch im Social Media Marketing arbeite. In jüngster Zeit hat es mir die Plattform TikTok angetan, wozu ich eine ganze Blogserie geschrieben habe: hier geht’s zu den TikTok Blogs.